Wärmepumpen-Förderung Berlin

Geprüft am 22. Oktober 2026

Welche Wärmepumpen-Förderung gibt es 2026 in Berlin?

Berlin hat derzeit kein eigenes Zuschussprogramm für Wärmepumpen in Privathaushalten: Das IBB-Programm „Effiziente GebäudePLUS" ist seit Dezember 2023 geschlossen, und BENE 2 richtet sich an Verwaltung, gemeinnützige Träger und Unternehmen. Der Weg zur Förderung führt über die BEG-Bundesförderung (KfW 458), die IBB ergänzt sie nur mit zinsgünstigen Darlehen.

Welche Förderprogramme gibt es 2026 in Berlin?

Berlin führt derzeit 3 Landesprogramme zusätzlich zur Bundesförderung der KfW. Jeder Eintrag nennt Förderhöhe und Voraussetzungen, Stand Oktober 2026.

BEG-Heizungsförderung (KfW 458): der zentrale Weg in Berlin

Da Berlin aktuell kein eigenes Wärmepumpen-Zuschussprogramm für Privathaushalte hat, läuft die Förderung vollständig über die Bundesförderung: 30 % Grundförderung plus Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus. Bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 % (max. 22.400 € Zuschuss)

IBB Wohnraum modernisieren (Landesdarlehen)

Die Investitionsbank Berlin vergibt für energetische Einzelmaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden einen zinsgünstigen Kredit, ausdrücklich auch für die Erneuerung der Heizungstechnik mit Wärmepumpe und auch an selbstnutzende Eigentümer. Es ist kein Zuschuss, ob und wie du ihn mit der BEG kombinierst, klärst du vorab mit der IBB. Zinsgünstiges Darlehen bis 100.000 € je Wohneinheit (kein Zuschuss)

IBB „Effiziente GebäudePLUS" (eingestellt)

Das frühere Berliner Zuschussprogramm der Investitionsbank Berlin ist seit dem 19.12.2023 für Neuanträge geschlossen. Eingestellt, keine Neuanträge möglich

Was ist bei einer Wärmepumpe in Berlin regional wichtig?

Heizstruktur, Erdwärme-Genehmigung, Wärmeplanung und Beratung: alle Angaben aus Landesbehörden und Zensus 2022, Stand Oktober 2026.

So heizt Berlin heute

Berlin ist Fernwärme-Hauptstadt: 43 % der Wohnungen hängen laut Zensus 2022 am Fernwärmenetz (Rekord unter den Ländern). Bei den Wohngebäuden, also den vielen Ein- und Zweifamilienhäusern am Stadtrand, dominiert dagegen Gas mit rund 57 %. Öl liegt bei etwa 17 %, Wärmepumpen bei knapp 3 %. Wer im Eigenheim in Zehlendorf, Pankow oder Spandau heizt, ist damit genau die Zielgruppe der dezentralen Wärmewende.

Der Berliner Wärmeplan (Juni 2026): drei Gebietstypen

Der Senat hat den gesamtstädtischen Wärmeplan ↗ am 16.06.2026 beschlossen. Er teilt die Stadt in Wärmenetzgebiete (Bestand sowie Gebiete, in denen Netzbetreiber einen Ausbau bis zu den Stützjahren 2030, 2035, 2040 oder 2045 prüfen), Gebiete der dezentralen Versorgung, in denen Wärmepumpen die zentrale Rolle spielen, und Prüfgebiete. In den dezentralen Gebieten liegt rund ein Drittel der Gebäude, aber nur rund 8 % des Wärmebedarfs. Im Zielszenario liefern dezentrale Wärmepumpen und Wärmenetze 2045 über 95 % der Berliner Wärme. Die Einteilung ist unverbindlich: Liegt dein Haus im dezentralen Gebiet, ist die Wärmepumpe die naheliegende Lösung, eine Pflicht folgt daraus aber nicht.

Erdwärme: Erlaubnis der Wasserbehörde, Verbot in Trinkwasserschutzgebieten

Erdwärmesonden und Grundwasser-Wärmepumpen brauchen eine wasserbehördliche Erlaubnis der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, beantragt wird mit dem Formular der Wasserbehörde (Infos zur Erdwärmenutzung ↗). Für Anlagen bis 30 kW Heizleistung gibt es ein eigenes Merkblatt, größere Anlagen brauchen zusätzlich eine thermohydrodynamische Modellierung. Erdwärmekollektoren, die mindestens 1 m über dem höchsten Grundwasserstand liegen, sind erlaubnisfrei. In den ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten ist die Erdwärmenutzung grundsätzlich verboten, und Wärme ins Grundwasser einzuleiten (Kühlen) lässt die Behörde in der Regel nicht zu.

Beratung

Ein Landeszuschuss fehlt (siehe oben), die BEG bringt bis zu 70–80 %, die IBB vergibt ergänzend zinsgünstige Darlehen. Kostenlos und unabhängig berät das vom Land finanzierte BAUinfo Berlin ↗ private Eigentümer, auch zum Heizungsumstieg, dazu kommt die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin. Als zentrale Anlaufstelle zum Wärmeplan baut die Berliner Energieagentur im Auftrag des Senats derzeit die Wärmewendeagentur ↗ auf. Das Kartenmaterial zum Wärmeplan stellt die Senatsverwaltung online.

Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Förderung in Berlin

Zahlt Berlin zusätzlich zum Bundeszuschuss?

Als Zuschuss gibt es aktuell nur die BEG-Bundesförderung (bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 %). Ein Berliner Landeszuschuss existiert nicht mehr: „Effiziente GebäudePLUS" ist seit Ende 2023 geschlossen, BENE 2 steht Privathaushalten nicht offen. Die IBB vergibt mit „IBB Wohnraum modernisieren" aber zinsgünstige Darlehen bis 100.000 € je Wohneinheit, auch für den Einbau einer Wärmepumpe. Die GASAG zahlt keinen allgemeinen Zuschuss, wer eine Wärmepumpe über ihr Komplettangebot kauft, bekommt laut GASAG einen Bonus im Wert von 500 €.

Darf ich in Berlin eine Erdsondenbohrung durchführen?

Grundsätzlich ja, du brauchst aber eine wasserbehördliche Erlaubnis der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. In den ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten ist die Erdwärmenutzung grundsätzlich verboten. Für Anlagen bis 30 kW Heizleistung gibt es ein Merkblatt der Wasserbehörde, größere Anlagen brauchen zusätzliche Nachweise wie eine thermohydrodynamische Modellierung. Erdwärmekollektoren, die mindestens 1 m über dem höchsten Grundwasserstand liegen, sind erlaubnisfrei.

Welche Wärmepumpe eignet sich für Berliner Altbauten?

Für typische Berliner Altbauten (Gründerzeit) mit hohen Decken eignen sich Luft-Wasser-Hochtemperatur-Wärmepumpen (bis 70–75 °C Vorlauf). Split-Geräte sind ideal, da das Außengerät im Innenhof aufgestellt werden kann.

Welche Artikel helfen dir weiter?

Diese drei Seiten bringen dich nach der Förderfrage weiter: die Anleitung für den Antrag, der Fahrplan der sinkenden Sätze ab 2027 und der Kostenrechner für dein Haus.

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Andreas Mali

Gründer & Redaktion WärmepumpenGenie

Andreas Mali ist Gründer von WärmepumpenGenie und recherchiert Förderprogramme, Heizkosten und Technikdaten fortlaufend aus Primärquellen (KfW, BAFA, Verbraucherzentralen, Fraunhofer ISE). Mehr über uns und unsere Methodik

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