Geprüft am 22. Oktober 2026
Bremen hat derzeit keine eigene Förderung für Wärmepumpen: Die Landesprogramme „Heizungstausch" und „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand" sind seit dem 31.08.2025 eingestellt, weil der Senat Bundesprogrammen Vorrang gibt. Den Zuschuss bringt deshalb die BEG-Bundesförderung (KfW 458), für die Finanzierung bietet die Förderbank BAB zinsgünstige Kredite.
Bremen führt derzeit 3 Landesprogramme zusätzlich zur Bundesförderung der KfW. Jeder Eintrag nennt Förderhöhe und Voraussetzungen, Stand Oktober 2026.
Beide Bremer Landesprogramme sind eingestellt: Anträge waren nur bis zum 31.08.2025 möglich, weil der Senat Bundesprogrammen Vorrang einräumt. Das Programm „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand" (Projektträger BreMo) förderte ausschließlich Dämmung und Fenster, das Programm „Heizungstausch" (zuletzt bei der BAB) gab einen Zuschuss für den Umstieg von fossilen Heizungen auf erneuerbare Wärme. Die BAB arbeitet nur noch offene Altanträge ab. Derzeit nicht verfügbar (Antragsschluss 31.08.2025)
Die Förderbank BAB finanziert Privatpersonen unter anderem den Einbau von Heizsystemen mit erneuerbaren Energien mit zinsgünstigen Krediten. Dabei leitet sie auch den KfW-Ergänzungskredit 358/359 durch: Er ist nur zusammen mit einer Zuschusszusage der KfW möglich und wird bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 90.000 € zusätzlich zinsverbilligt. Darlehen bis 50.000 €, bis 100 % der förderfähigen Kosten (kein Zuschuss)
swb zahlt keinen Installationsbonus, bietet aber den Wärmepumpen-Ökostromtarif „swb thermo proNatur" an: 24,98 ct/kWh in Bremen und 24,30 ct/kWh in Bremerhaven, dazu 7,52 € Grundpreis im Monat (Preisstand 01.01.2026). Zum Vergleich: Die swb-Grundversorgung kostet 30,46 ct/kWh. Voraussetzung ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe, die Erstlaufzeit beträgt nur einen Monat. Kein Zuschuss, sondern vergünstigter WP-Stromtarif
Heizstruktur, Erdwärme-Genehmigung, Wärmeplanung und Beratung: alle Angaben aus Landesbehörden und Zensus 2022, Stand Oktober 2026.
Bremen ist das Gas-Land schlechthin: Rund 73 % der Gebäude mit Wohnraum heizen laut Zensus 2022 mit Gas, das ist der höchste Wert aller Bundesländer. Etwa 13,5 % heizen mit Öl und gut 11 % mit Fernwärme. Wärmepumpen, Solar- und Geothermie kamen 2022 zusammen auf unter 1 %. Das Potenzial ist entsprechend groß: Das maritime Klima mit milden Wintern spielt Luft-Wasser-Wärmepumpen in die Karten, und wer als Selbstnutzer eine funktionierende Ölheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzt, bekommt den 16-%-Klimabonus.
Anders als in vielen Flächenländern gibt es in Bremen keine bloße Anzeige: Jede Erdwärmeanlage, ob Sonde oder Kollektor, braucht vor dem Bau eine Erlaubnis der Wasserbehörde (Referat 34 bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft). Der Antrag muss spätestens acht Wochen vor Bohrbeginn vorliegen. Der „Leitfaden oberflächennahe Geothermie im Land Bremen" beschreibt Standortbewertung und Antrag (Infos zur Erdwärmenutzung ↗), in Bremerhaven gelten dieselben Regeln, zuständig ist dort die Wasserbehörde beim Umweltschutzamt.
Beide Städte haben ihre Wärmepläne fristgerecht beschlossen: Bremerhaven am 18.11.2025, die Stadt Bremen am 21.04.2026 (Stadtbürgerschaft). Der Bremer Plan weist Eignungsgebiete für Wärmenetze und für dezentrale Versorgung aus, für einen großen Teil der Gebäude sind Luft-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen die geeignete Lösung. Prüfe auf waermeplanung.bremen.de ↗ bzw. im Wärmeplan Bremerhaven ↗, was für deine Straße vorgesehen ist, bevor du investierst. Verpflichtungen für dich als Eigentümer folgen aus dem Wärmeplan nicht.
Die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens ↗ informiert Privathaushalte zur Wärmewende in Bremen und Bremerhaven. Kostenlose, herstellerneutrale Orientierungsberatung bekommst du im Klima Bau Zentrum ↗: in Bremen in der Knochenhauerstraße 9 (Tel. 0421 17 21 67 64. Di, Mi und Fr 10 bis 17 Uhr, Do 12 bis 19 Uhr, Sa 11 bis 15 Uhr), in Bremerhaven am Theodor-Heuss-Platz 1-3 (Tel. 0471 30 94 73 77). Ergänzend gibt es die Energieberatung der Verbraucherzentrale und den kostenfreien Bremer Förderlotsen der BAB. Für die Wärmepumpe selbst bleibt die BEG (bis 70–80 %) der einzige Zuschuss, denn die Landesprogramme sind seit dem 31.08.2025 eingestellt.
Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Förderung in Bremen
Für die Wärmepumpe selbst gibt es in Bremen derzeit nur die BEG-Bundesförderung (bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 %). Die Landesprogramme „Heizungstausch" und „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand" sind seit dem 31.08.2025 eingestellt. Den Eigenanteil kannst du mit dem Förderkredit „Rund ums Haus" der BAB finanzieren, laufende Kosten senkt der swb-Wärmepumpentarif „thermo proNatur" (rund 25 ct/kWh).
Ja, das maritime Klima Bremens mit milden Wintern ist sehr gut für Luft-Wasser-Wärmepumpen geeignet: Das Januar-Mittel liegt laut Deutschem Wetterdienst bei 2,2 °C in Bremen und 2,4 °C in Bremerhaven (1991–2020). Im Feldtest des Fraunhofer ISE im Gebäudebestand erreichten 49 Luft-Wasser-Wärmepumpen 2024 Jahresarbeitszahlen von 2,6 bis 4,9, im Mittel 3,4. Gut geplante Anlagen mit niedrigen Vorlauftemperaturen schaffen auch Werte um 4.
Diese drei Seiten bringen dich nach der Förderfrage weiter: die Anleitung für den Antrag, der Fahrplan der sinkenden Sätze ab 2027 und der Kostenrechner für dein Haus.
Andreas Mali
Gründer & Redaktion WärmepumpenGenie
Andreas Mali ist Gründer von WärmepumpenGenie und recherchiert Förderprogramme, Heizkosten und Technikdaten fortlaufend aus Primärquellen (KfW, BAFA, Verbraucherzentralen, Fraunhofer ISE). Mehr über uns und unsere Methodik
Über den Wärmepumpen-Check erhältst du Angebote geprüfter Fachbetriebe aus deiner Region, kostenlos und unverbindlich. Du gibst Gebäude, bisherige Heizung und Postleitzahl an, das dauert rund 2 Minuten.