Wärmepumpen-Förderung Bremen

Bremen hat aktuell keine kommunale Direktförderung für Wärmepumpen – gefördert wird über die BEG-Bundesförderung (KfW 458). Das Landesprogramm „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand" bezuschusst nur Dämmung und Fenster; es kann sich aber als Ergänzung lohnen, weil eine besser gedämmte Hülle eine kleinere Wärmepumpe ermöglicht.

Förderprogramme in Bremen

Wärmeschutz im Wohngebäudebestand („Bremer Modernisieren")

Das Bremer Landesprogramm (Antragstelle: BreMo GbR, in Bremerhaven swb Vertrieb) fördert ausschließlich Dämmmaßnahmen und Fenstertausch – Heizungen und Wärmepumpen sind nicht förderfähig. Sinnvoll als Vorbereitung: Eine gedämmte Hülle senkt die nötige WP-Leistung. 4,50–17,00 € je m² (nur Dämmung/Fenster – WP nicht förderfähig)

swb – Wärmepumpen-Stromtarif (kein Zuschuss)

swb zahlt keinen Installationsbonus, bietet aber den Wärmepumpen-Stromtarif „thermo proNatur" (rund 25 ct/kWh, Stand 2026) – deutlich unter dem Haushaltsstrompreis. Voraussetzung ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe. Kein Zuschuss – vergünstigter WP-Stromtarif

Wärmepumpe in Bremen: Was regional zählt

So heizt Bremen heute

Bremen ist das Gas-Land schlechthin: Rund 74 % der Wohngebäude heizen laut Zensus 2022 mit Erdgas – der höchste Wert aller Bundesländer –, etwa 14 % mit Öl und gut 11 % mit Fernwärme. Wärmepumpen lagen 2022 bei unter 1 % der Wohngebäude. Das Potenzial ist entsprechend groß: Das maritime Klima mit milden Wintern spielt Luft-Wasser-Wärmepumpen in die Karten, und der Gas-Austausch löst den 16-%-Klimabonus aus.

Erdwärme: im Land Bremen ist alles erlaubnispflichtig

Anders als in vielen Flächenländern gibt es in Bremen keine bloße Anzeige: Jede Erdwärmeanlage – ob Sonde oder Kollektor – braucht vor dem Bau eine Erlaubnis der Wasserbehörde (Referat 34 bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft). Der „Leitfaden oberflächennahe Geothermie im Land Bremen" beschreibt Standortbewertung und Antrag (Infos zur Erdwärmenutzung ↗); in Bremerhaven gelten dieselben Regeln.

Kommunale Wärmeplanung

Bremen und Bremerhaven liegen beide über 100.000 Einwohnern und mussten ihre Wärmepläne bis 30.06.2026 vorlegen. Darin steht, wo Wärmenetze ausgebaut werden und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen vorgesehen sind – prüfe das für deine Straße, bevor du investierst.

Beratung: energiekonsens

Die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens ↗ informiert Privathaushalte zur Wärmewende in Bremen und Bremerhaven; ergänzend gibt es die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale. Für die Wärmepumpe selbst bleibt die BEG (bis 70–80 %) der einzige Zuschuss – das Landesprogramm fördert nur Dämmung und Fenster.

Häufige Fragen

Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen in Bremen?
Für die Wärmepumpe selbst gibt es in Bremen derzeit nur die BEG-Bundesförderung (bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 %) – eine kommunale Direktförderung existiert nicht. Das Landesprogramm „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand" fördert nur Dämmung und Fenster. Laufende Kosten senkt der swb-Wärmepumpentarif „thermo proNatur".
Ist Bremen ein guter Standort für Luft-Wasser-Wärmepumpen?
Ja, das maritime Klima Bremens mit milden Wintern (Durchschnitt 2–3 °C im Januar) ist ideal für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Gut geplante Anlagen erreichen hier überdurchschnittliche Jahresarbeitszahlen – laut Fraunhofer-ISE-Feldmessungen liegt der Durchschnitt moderner Luft-Wasser-WP bei etwa 3,4, in milden Regionen und bei sorgfältiger Auslegung sind Werte um 4 realistisch.

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