Wärmepumpen-Förderung Hessen

Hessen hat kein landeseigenes Zuschussprogramm für Wärmepumpen in Privathaushalten – die Förderung läuft über die BEG-Bundesförderung (KfW 458). Die WIBank bietet Privatpersonen vor allem Darlehen; der Frankfurter Klimabonus fördert Wärmepumpen ausdrücklich nicht.

Förderprogramme in Hessen

BEG-Heizungsförderung (KfW 458) – der zentrale Weg in Hessen

Da Hessen keinen Landes-Wärmepumpenzuschuss für Privatpersonen anbietet, läuft die Förderung über die Bundesförderung: 30 % Grundförderung plus Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus. Bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 % (max. 22.400 € Zuschuss)

Wärmepumpe in Hessen: Was regional zählt

So heizt Hessen heute

Hessen heizt gemischt: Rund 49 % der Wohngebäude nutzen laut Zensus 2022 Gas, gut 30 % Heizöl – vor allem in den ländlichen Regionen von Vogelsberg, Odenwald und Nordhessen –, etwa 5 % Holz und gut 3 % Wärmepumpen. Der hohe Ölanteil macht Hessen zu einem der Länder mit dem größten Klimabonus-Potenzial (16 % extra beim Öl-Austausch).

Erdwärme: der GeothermieViewer als erster Schritt

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) bewertet Standorte für Erdwärmesonden aus Sicht des Grundwasserschutzes als günstig, ungünstig oder unzulässig – im kostenlosen GeothermieViewer Hessen ↗ siehst du das für dein Grundstück samt Temperatur und Wärmeleitfähigkeit. Die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt die untere Wasserbehörde; unabhängig davon ist je nach Leistung, Bohrtiefe und Grenzabstand zu prüfen, ob ein bergrechtlicher Betriebsplan nötig ist.

Wärmeplanung: Hessen war früher dran

Das Hessische Energiegesetz verpflichtet seit dem 29.11.2023 alle Kommunen über 20.000 Einwohner zur Wärmeplanung – mehr, als das Bundesgesetz verlangt. Seit der Landesverordnung vom 18.11.2025 sind alle hessischen Kommunen einbezogen: über 100.000 Einwohner bis 30.06.2026, kleinere bis 30.06.2028, unter 10.000 im vereinfachten Verfahren (Überblick der LEA Hessen ↗). Die Pläne zeigen, wo Wärmenetze geplant sind und wo die Wärmepumpe die vorgesehene Lösung ist.

Beratung

Die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) ist die zentrale Informationsstelle des Landes zur Wärmewende; neutrale Erstberatung für Eigentümer bietet die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale Hessen. Frankfurt fördert Wärmepumpen übrigens nicht (der Klimabonus gilt nur für Begrünung, Solar und Ladeinfrastruktur) – umso wichtiger ist die BEG mit bis zu 70–80 %.

Häufige Fragen

Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen in Hessen?
Die BEG-Bundesförderung (bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 %) – ein hessisches Landes-Zuschussprogramm für private Wärmepumpen existiert derzeit nicht. Die WIBank bietet Privatpersonen vor allem zinsgünstige Darlehen. Vorsicht bei veralteten Angaben zu einem „Mainova-Wärmepumpenbonus": Ein solches Programm gibt es nicht.
Fördert Frankfurt am Main Wärmepumpen?
Nein. Der Frankfurter Klimabonus fördert Begrünung, Entsiegelung, Regenwassernutzung, Photovoltaik, Solarthermie, Speicher und Ladeinfrastruktur – der Heizungstausch ist keine Förderkategorie. Für die Wärmepumpe bleibt in Frankfurt die BEG-Bundesförderung der Weg. In einigen Neubaugebieten ist zudem der Fernwärmeanschluss verpflichtend.

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