Niedersachsen hat kein landesweites Wärmepumpen-Zuschussprogramm – das NBank-Programm „Wärmepumpenquartiere" ist ausgelaufen. Dafür fördert der proKlima-Fonds in der Region Hannover den Heizungstausch mit bis zu 20 % der Kosten, zusätzlich zur BEG-Bundesförderung.
Der proKlima-Fonds fördert 2026 aktiv den Austausch alter Öl- und Gasheizungen gegen Wärmepumpen mit bis zu 20 % der Kosten (Budget 2026: über 6,2 Mio. €). Fördergebiet sind Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze. Bis zu 20 % der Kosten
Das einzige NBank-Wärmepumpenprogramm galt nur für fünf Modellquartiere (Auhagen, Celle, Damme, Hilter a.T.W., Leer) und ist laut NBank ausgelaufen. Ein landesweiter NBank-Zuschuss für Wärmepumpen existiert nicht. Ausgelaufen – keine Neuanträge möglich
Niedersachsen ist Gas-Land: 72 % der Wohnungen und rund 71 % der Wohngebäude heizen laut Zensus 2022 mit Erdgas – Spitzenwert unter den Flächenländern; Öl liegt bei rund 16 %, Wärmepumpen bei knapp 3 %. Das milde Klima zwischen Nordsee und Harzvorland ist ideal für Luft-Wasser-Wärmepumpen, und auch der Austausch einer alten Gasheizung löst den 16-%-Klimabonus aus.
Der Leitfaden Erdwärmenutzung in Niedersachsen ↗ (Umweltministerium und LBEG, GeoBerichte 24) teilt das Land in Flächen ohne Einschränkungen, Flächen mit bekannten Einschränkungsgründen und Flächen, in denen Erdwärme in der Regel nicht möglich ist. Anlagen bis 30 kW sind je nach Standort anzeige- oder erlaubnispflichtig, über 30 kW immer erlaubnispflichtig (§ 10 WHG). Der Weg: Anzeige bzw. Antrag bei der unteren Wasserbehörde mindestens einen Monat vor Bohrbeginn plus Online-Bohranzeige beim LBEG (Norddeutsche Bohranzeige online). Fachliche Fragen beantwortet der Niedersächsische Geothermiedienst (NGD) des LBEG.
Nach § 20 NKlimaG mussten alle 95 Ober- und Mittelzentren ihren ersten Wärmeplan bis 31.12.2026 aufstellen (Städte über 100.000 Einwohner bis 30.06.2026); seit der Novelle Ende 2025 gilt die Pflicht für alle Einheits- und Samtgemeinden. Das Land finanziert die Planung mit 11,7 Mio. € pro Jahr. Für dich heißt das: In den meisten niedersächsischen Städten liegt der Wärmeplan bereits vor oder kommt noch 2026.
Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) ↗ informiert zur Wärmewende; neutrale Erstberatung für Eigentümer bietet die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen. In der Region Hannover kommt der proKlima-Zuschuss (oben) obendrauf.