Geprüft am 22. Oktober 2026
Das Saarland hat kein Zuschussprogramm für Wärmepumpen. Die SIKB vergibt Darlehen: über die Wohnraumförderung für Haushalte mit kleinem und mittlerem Einkommen bis 200.000 € je Wohnung zu 1 % Festzins, teils mit Tilgungszuschuss, daneben KfW-Kredite. Die eigentliche Förderung läuft über die BEG-Bundesförderung (KfW 458).
Saarland führt derzeit ein Landesprogramm zusätzlich zur Bundesförderung der KfW. Jeder Eintrag nennt Förderhöhe und Voraussetzungen, Stand Oktober 2026.
Die Saarländische Investitionskreditbank vergibt keine reinen Zuschüsse. Über die saarländische Wohnraumförderung finanziert sie die Modernisierung selbst genutzter Wohnungen, ausdrücklich auch der Energieversorgung, mit einem Darlehen zu 1,0 % Festzins für die gesamte Laufzeit (bis 30 Jahre, drei tilgungsfreie Anlaufjahre). Neue Heizkessel mit fossilen Brennstoffen sind ausgeschlossen. Daneben reicht die SIKB KfW-Kredite durch, etwa den Ergänzungskredit 358/359 zur BEG. Darlehen bis 200.000 € je Wohnung, 1 % Festzins. Tilgungszuschuss 5 % je Kind (max. 20 %), 15 % bei EH 55
Heizstruktur, Erdwärme-Genehmigung, Wärmeplanung und Beratung: alle Angaben aus Landesbehörden und Zensus 2022, Stand Oktober 2026.
Das Saarland ist Öl-Land: 29 % der Wohnungen und sogar 34 % der Wohngebäude heizen laut Zensus 2022 mit Heizöl, knapp die Hälfte mit Gas (48 % der Gebäude, 50 % der Wohnungen). Wärmepumpen lagen 2022 bei nur rund 2,6 % der Gebäude, dem niedrigsten Wert unter den westdeutschen Flächenländern. Das milde Klima durch die Westwinde begünstigt Luft-Wasser-Wärmepumpen, und der Öl-Austausch bringt den 16-%-Klimabonus.
Anders als in den meisten Flächenländern ist im Saarland nicht die untere Wasserbehörde, sondern zentral das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) für die wasserrechtliche Erlaubnis zuständig, und zwar für Anlagen bis 50 kW außerhalb von Wasser- und Heilquellenschutzgebieten, in Schutzgebieten entscheidet das Umweltministerium. Erdwärmesonden brauchen immer eine Erlaubnis, nur flache Kollektoren bis 4 m Tiefe außerhalb von Schutzgebieten sind bei Einhaltung der AwSV-Anforderungen lediglich anzeigepflichtig. Reiche den Antrag spätestens zwei Monate vor Baubeginn ein, eine gebührenpflichtige Voranfrage (50 bis 150 €) wird empfohlen. Der 2026 aktualisierte Leitfaden des LUA soll den Antragsaufwand senken und die Verfahren verkürzen (Infos zur Erdwärme ↗).
Das LUA stellt eine Anleitung zur immissionsschutzrechtlichen Beurteilung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ↗ bereit: ein praktisches Werkzeug, um vor der Aufstellung zu prüfen, ob dein Außengerät die TA-Lärm-Richtwerte am Nachbarfenster einhält.
Im Saarland musste nur Saarbrücken bis 30.06.2026 planen, die Stadt hat ihren Abschlussbericht zur Wärmeplanung inzwischen veröffentlicht. Alle übrigen Kommunen haben bis 30.06.2028 Zeit, laut Wirtschaftsministerium hatten 2026 bereits 17 von 52 Kommunen ihren Wärmeplan fertig (Stand der Wärmeplanung im Saarland ↗).
Die SIKB vergibt nur Darlehen, den Zuschuss bringt die BEG (bis 70–80 %). Vorsicht bei Seiten mit „35 % Förderung plus 10 % Ölaustausch": Das sind BAFA-Sätze von vor 2024. Neutrale Erstberatung: die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale Saarland.
Häufige Fragen zur Wärmepumpen-Förderung in Saarland
Die BEG-Bundesförderung (bis 70 %, bei niedrigen Einkommen bis 80 %). Einen saarländischen Landeszuschuss gibt es nicht: Die SIKB vergibt nur Darlehen (über die Wohnraumförderung bis 200.000 € je Wohnung zu 1 % Festzins, mit Einkommensgrenzen). Auch energis zahlt keinen Wärmepumpen-Bonus für Privatkunden. Vorsicht bei Seiten, die noch „35 % Förderquote plus 10 % Ölaustausch" nennen: Das sind veraltete BAFA-Sätze von vor 2024.
Das milde Klima im Saarland ist ideal für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die milden Winter sorgen für hohe Jahresarbeitszahlen. Eine Sole-Wasser-WP lohnt sich besonders bei größeren Grundstücken in ländlichen Gebieten.
Diese drei Seiten bringen dich nach der Förderfrage weiter: die Anleitung für den Antrag, der Fahrplan der sinkenden Sätze ab 2027 und der Kostenrechner für dein Haus.
Andreas Mali
Gründer & Redaktion WärmepumpenGenie
Andreas Mali ist Gründer von WärmepumpenGenie und recherchiert Förderprogramme, Heizkosten und Technikdaten fortlaufend aus Primärquellen (KfW, BAFA, Verbraucherzentralen, Fraunhofer ISE). Mehr über uns und unsere Methodik
Über den Wärmepumpen-Check erhältst du Angebote geprüfter Fachbetriebe aus deiner Region, kostenlos und unverbindlich. Du gibst Gebäude, bisherige Heizung und Postleitzahl an, das dauert rund 2 Minuten.