Thüringen hat kein Zuschussprogramm für Wärmepumpen – die TAB bietet Privatpersonen mit „EigenheimPlus" ein zinsgünstiges Darlehen für Kauf und Modernisierung von Bestandsimmobilien. Der Zuschuss kommt aus der BEG-Bundesförderung (KfW 458).
Die Thüringer Aufbaubank fördert Erwerb und/oder Modernisierung von Bestandsimmobilien mit einem zinsgünstigen Darlehen – der Heizungstausch lässt sich darüber mitfinanzieren. Ein pauschaler Tilgungszuschuss für den Heizungstausch existiert nicht. Zinsgünstiges Darlehen (kein Zuschuss)
Rund 64 % der Wohngebäude in Thüringen heizen laut Zensus 2022 mit Gas, gut 26 % mit Öl und rund 10 % mit Holz; Wärmepumpen kamen auf knapp 4 %. Im Thüringer Wald mit Wintern bis −15 °C und kälter lohnt sich die Erdwärme, im Thüringer Becken arbeiten Luft-Wasser-Geräte gut.
Bohrungen für Erdwärmesonden musst du mindestens sechs Wochen vor Ausführung bei der unteren Wasserbehörde anzeigen; sie bestätigt den Eingang binnen zwei Wochen und prüft, ob der Geologische Dienst des Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) zu beteiligen ist – dann kommen rund vier Wochen dazu. Ab 100 m Tiefe ist zusätzlich eine bergrechtliche Zulassung nötig; der Geologische Dienst prüft dabei auch, ob der Standort in einem geologisch zu schützenden Gebiet liegt. Gebohrt werden darf erst nach Erhalt der wasserrechtlichen Zulassung. Das Auskunftssystem Geothermie des TLUBN ↗ zeigt die Standortdaten.
Thüringen folgt den Bundesfristen: Erfurt und Jena (über 100.000 Einwohner) bis 30.06.2026, alle übrigen Kommunen bis 30.06.2028.
Die TAB finanziert per Darlehen („EigenheimPlus"), den Zuschuss bringt die BEG (bis 70–80 %); der TEAG-„GeräteBonus" ist ein Tarifbonus, kein Zuschuss. Neutrale Erstberatung: die vom Bund geförderte Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen.