Wärmepumpe Testsieger: Stiftung Warentest & Herstellerdaten

Geprüft am 02. Oktober 2026

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8 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 2026-10-02

Welche Wärmepumpe ist Testsieger bei Stiftung Warentest?

Testsieger im aktuellsten Wärmepumpentest der Stiftung Warentest (test 10/2025) ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe Viessmann Vitocal 250-A mit der Note gut (2,0). Auf Platz zwei kam die Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus mit gut (2,2), auch die Geräte von Alpha-Innotec und Vaillant schnitten gut ab, das Gerät von Mitsubishi Electric befriedigend. Einen neueren Test von Heizungswärmepumpen hat die Stiftung Warentest bis Anfang Oktober 2026 nicht veröffentlicht.

Zur Einordnung: Wir testen keine Geräte selbst und vergeben keine eigenen Noten, Sterne oder Ranglisten. Dieser Überblick fasst die veröffentlichten Ergebnisse der Stiftung Warentest und die Angaben der Hersteller zusammen und zeigt, worauf es beim Kauf wirklich ankommt. Die gute Nachricht vorweg: Alle fünf getesteten Wärmepumpen konnten laut Stiftung Warentest auch einen mäßig gedämmten Altbau mit Heizkörpern warm halten.

Wie hat die Stiftung Warentest die Wärmepumpen getestet?

Geprüft wurden fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen in Monoblock-Bauweise mit 10 bis 12 kW Leistung, alle mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290), an einem Modellhaus mit 140 m² Wohnfläche und 21.000 kWh Jahreswärmebedarf. Der Test erschien am 23.09.2025 in Heft 10/2025.

Ein Ergebnis betrifft deinen Geldbeutel direkt: Zwischen dem besten und dem schwächsten Gerät lagen im Modellhaus mehrere hundert Euro Stromkosten pro Jahr. Die Gerätewahl lohnt sich also, und eine gute Planung genauso.

Angebote vergleichen lohnt sich: Die Preise liegen weit auseinander

Die Verbraucherzentrale fand bei 160 Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen Preise von 21.099 € bis 54.168 €. Wer mehrere Angebote vergleicht, zahlt nicht drauf. Unser Partner vermittelt dir kostenlos Angebote geprüfter Fachbetriebe aus deiner Region.

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Wie haben die einzelnen Wärmepumpen im Test abgeschnitten?

Vier der fünf Geräte erhielten das Qualitätsurteil gut, eines befriedigend. Die vier mit gut bewerteten Geräte kosteten laut Stiftung Warentest 18.558 bis 20.534 € (Brutto-Listenpreise), das befriedigende Gerät 14.500 €.

Gerät (geprüftes Modell)Qualitätsurteil Stiftung Warentest (test 10/2025)
Viessmann Vitocal 250-A (AWO-E-AC 251.A10)gut (2,0), Testsieger
Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plusgut (2,2)
Alpha-Innotec Hybrox 11gut
Vaillant aroTHERM plus (VWL 105/8.1 A 400V)gut
Mitsubishi Electric (PUZ-WZ100YAA)befriedigend

Die genauen Noten der übrigen Geräte und alle Einzelwertungen veröffentlicht die Stiftung Warentest im kostenpflichtigen Testbericht. Die Noten für die Vitocal 250-A und die WPL-A 10.2 Plus haben die Hersteller selbst veröffentlicht.

Welche Herstellerdaten haben die getesteten Luftwärmepumpen?

Laut Hersteller erreicht die Viessmann Vitocal 250-A einen COP von bis zu 5,5 bei A7/W35 und deckt 2,6 bis 18,5 kW ab, die Vaillant aroTHERM plus kommt auf einen COP von 4,92 bis 5,39 bei 3 bis 12 kW. Beide arbeiten mit Propan.

HerstellerangabenViessmann Vitocal 250-AVaillant aroTHERM plus
COP bei A7/W35 (7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf)bis 5,54,92–5,39
Leistungsbereich2,6–18,5 kW3–12 kW
KältemittelR290 (Propan)R290 (Propan)
Maximale Vorlauftemperatur70 °C (bei Außentemperaturen bis −10 °C)20–75 °C
Schallangabe35 dB(A) Schalldruck in 4 m im Nachtbetrieb27,5 dB(A) Schalldruck in 3 m im Nachtmodus (3-kW-Gerät)

Zwei Hinweise zum Lesen solcher Tabellen. Der COP gilt nur für einen milden Prüfpunkt, im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden übers Jahr im Schnitt eine Jahresarbeitszahl von 3,4. Und die Schallangaben sind Schalldruckwerte in unterschiedlichen Abständen, also nicht direkt vergleichbar. Für den Vergleich taugt die Schallleistung aus dem Datenblatt besser, wie unser Ratgeber zur Lautstärke von Wärmepumpen erklärt.

Welche Erdwärmepumpen gibt es mit belegten Herstellerdaten?

Erdwärmepumpen waren nicht Teil des Tests der Stiftung Warentest, nach Herstellerangaben erreicht die Viessmann Vitocal 300-G einen COP von 4,7 bis 5,0 bei B0/W35 (1,7 bis 15,9 kW), die Vaillant flexoTHERM exclusive 4,41 bis 4,84 (5 bis 19 kW). Im Feldtest des Fraunhofer ISE kamen Erdwärmepumpen im Altbau im Schnitt auf eine Jahresarbeitszahl von 4,3.

HerstellerangabenViessmann Vitocal 300-GVaillant flexoTHERM exclusive
COP bei B0/W35 (0 °C Sole, 35 °C Vorlauf)4,7–5,04,41–4,84
Leistungsbereich1,7–15,9 kW5–19 kW
KältemittelR410AR410A

Beim Kältemittel solltest du genau hinschauen: Kompakte Sole-Wasser-Wärmepumpen bis 50 kW mit Kältemitteln ab einem Treibhauspotenzial von 150, etwa R410A, dürfen ab dem 01.01.2027 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden (Lagerware ausgenommen), und ab 2028 fördert die KfW nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Frag im Angebot deshalb ausdrücklich nach einem Gerät mit natürlichem Kältemittel. Hintergründe stehen im Ratgeber R290 oder R32, ob sich Erdwärme für dich lohnt, im Vergleich Luft-Wasser vs. Sole-Wasser.

Gibt es 2026 einen neuen Wärmepumpentest?

Nein, einen neuen Test von Heizungswärmepumpen hat die Stiftung Warentest bis Anfang Oktober 2026 nicht veröffentlicht, die letzten Tests erschienen in den Heften 10/2023, 8/2024 und 10/2025. Getestet wurden 2026 aber Brauchwasser-Wärmepumpen, die nur das Warmwasser bereiten.

Im Test 7/2026 (veröffentlicht am 19.06.2026) prüfte die Stiftung Warentest fünf Geräte mit 260 bis 300 Litern Speicher für drei bis fünf Personen: Austria Email Explorer EVO 3, Dimplex DHW 301P, Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus, Vaillant aroSTOR plus VWL B 260/6 und Viessmann Vitocal 262-A T2E. Testsieger ist die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus als einziges Gerät mit sehr gut (1,5). Die Preise lagen bei rund 2.400 bis 3.400 € plus Einbau. Ob sich eine Brauchwasser-Wärmepumpe für dich rechnet, zeigt unser Ratgeber zur Brauchwasserwärmepumpe.

Worauf solltest du beim Vergleich von Wärmepumpen achten?

Achte weniger auf Ranglisten als auf fünf belegbare Punkte: Effizienz bei deiner Vorlauftemperatur, Schallleistung, Kältemittel, Förderfähigkeit und die richtige Leistung für dein Haus. Diese Punkte entscheiden über deine Heizkosten und deinen Zuschuss.

  1. Effizienz bei deiner Vorlauftemperatur: Lass dir eine Jahresarbeitszahl-Prognose nach VDI 4650 Blatt 1 für dein Haus ausweisen. Die KfW verlangt mindestens 3,0. COP-Werte vergleichst du nur beim gleichen Prüfpunkt.
  2. Schallleistung: Für die Förderung muss das Außengerät mindestens 10 dB unter den Ökodesign-Grenzwerten liegen, bei 6 bis 12 kW also bei höchstens 60 dB(A). Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz empfiehlt Geräte unter 50 dB(A) Schallleistung.
  3. Kältemittel: Ab 2028 fördert die KfW nur noch natürliche Kältemittel wie Propan. Alle fünf Geräte im Test von 2025 arbeiten damit.
  4. Förderfähigkeit: Das Gerät muss auf der Liste förderfähiger Wärmeerzeuger stehen und eine digitale Schnittstelle für die Netzsteuerung nach § 14a EnWG haben, ab 01.07.2027 in einem standardisierten Format wie EEBUS.
  5. Richtige Größe: Die Stiftung Warentest warnt ausdrücklich vor zu groß gewählten Wärmepumpen, und auch das Fraunhofer ISE fand im Feld viele überdimensionierte Anlagen. Grundlage ist eine raumweise Heizlastberechnung, die die KfW ohnehin verlangt.

Spielt der Herstellungsort ab 2027 eine Rolle für die Förderung?

Ja: Laut Förderrichtlinie sinkt die Grundförderung für Wärmepumpen ab dem ersten Quartal 2027 (Termin noch offen) von 30 % auf 15 %, weitere 15 Prozentpunkte Wertschöpfungsbonus gibt es nur für Geräte mit Ursprung in der EU. Wie der Ursprung nachgewiesen wird, ist noch nicht veröffentlicht.

Auf den Produktseiten der Hersteller steht der Produktionsort nicht immer. Lass dir deshalb vom Anbieter schriftlich bestätigen, wo das angebotene Gerät hergestellt wird. Wer den Antrag stellt, bevor der Bonus startet, bekommt die 30 % Grundförderung unabhängig von der Herkunft, und bis zum 31.01.2027 zusätzlich 16 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Tausch einer Öl- oder mindestens 20 Jahre alten Gasheizung. Was der neue Bonus konkret bedeutet, erklärt der Ratgeber zum Wertschöpfungsbonus, alle Förderbausteine stehen auf unserer Seite zur Förderung.

Ist der Testsieger automatisch die beste Wärmepumpe für dein Haus?

Nein: Ein gutes Testergebnis zeigt, dass ein Gerät unter Prüfbedingungen überzeugt, wie effizient es bei dir läuft, entscheiden Planung, Einbau und Einstellung. Im Feldtest des Fraunhofer ISE lagen Luft-Wasser-Wärmepumpen zwischen einer Jahresarbeitszahl von 2,6 und 4,9.

Mindestens genauso wichtig wie das Modell sind deshalb ein Fachbetrieb mit sauberer Heizlastberechnung, ein passender Aufstellort und ein Servicenetz in deiner Nähe. Und der Preis: Komplett mit Einbau kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Schnitt rund 36.400 €, nach 46 % Förderung (12.880 €) bleiben 23.520 € Eigenanteil, mit Einkommensbonus 16.800 € oder sogar nur 14.000 €. Zum Vergleich: Eine neue Gasheizung kostet im Schnitt 16.000 €. Im Betrieb spart die Wärmepumpe im Beispielhaus (140 m², 18.480 kWh Wärmebedarf, Jahresarbeitszahl 3,4, Wärmepumpentarif 25 ct/kWh) gegenüber einer alten Gasheizung rund 1.348 € und gegenüber einer Ölheizung rund 2.628 € im Jahr.

Weil die Verbraucherzentrale bei über 2.000 Angeboten Preisunterschiede von bis zu 250 % gefunden hat, lohnt der Vergleich mehrerer Angebote für dasselbe Gerät. Über unseren Wärmepumpen-Check kannst du kostenlose Angebote von Fachbetrieben aus deiner Region vergleichen, die Kosten für dein Haus berechnest du im Wärmepumpen-Rechner. Eine ausführliche Kostenaufstellung findest du unter Was kostet eine Wärmepumpe?.

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Quellen und weiterführende Links

Häufige Fragen

Wann erscheint der nächste Wärmepumpentest der Stiftung Warentest?

Einen Termin hat die Stiftung Warentest nicht angekündigt. Die letzten Tests von Heizungswärmepumpen erschienen in den Heften 10/2023, 8/2024 und 10/2025, bis Anfang Oktober 2026 gab es keinen neuen. Getestet wurden 2026 bisher Brauchwasser-Wärmepumpen (test 7/2026).

Welche Brauchwasser-Wärmepumpe ist Testsieger?

Im Test 7/2026 der Stiftung Warentest ist die Stiebel Eltron WWK-I 300 Plus Testsieger, als einziges von fünf Geräten mit sehr gut (1,5). Geprüft wurden Geräte mit 260 bis 300 Litern Speicher für drei bis fünf Personen. Die Preise lagen bei rund 2.400 bis 3.400 € plus Einbau.

Was kostet die Testsieger-Wärmepumpe mit Einbau?

Die vier mit gut bewerteten Geräte aus dem Test 10/2025 hatten Brutto-Listenpreise von 18.558 bis 20.534 €, die Einzelpreise schwanken je nach Leistung und Paket. Komplett mit Einbau kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Schnitt rund 36.400 €. Nach 46 % Förderung bleiben davon 23.520 € Eigenanteil, mit Einkommensbonus bis hinunter zu 14.000 €.

Sind die Lautstärke-Angaben der Hersteller vergleichbar?

Nur bedingt: Viele Hersteller nennen den Schalldruck in einem bestimmten Abstand und Betriebsmodus, etwa 35 dB(A) in 4 m oder 27,5 dB(A) in 3 m im Nachtbetrieb. Vergleichbar ist die Schallleistung aus dem Datenblatt. Für die KfW-Förderung darf sie bei Geräten mit 6 bis 12 kW höchstens 60 dB(A) betragen.

Werden die getesteten Wärmepumpen gefördert?

Alle fünf Geräte aus dem Test 10/2025 arbeiten mit Propan und erfüllen damit die Kältemittel-Vorgabe der KfW ab 2028. Ob ein konkretes Modell in deiner Leistungsgröße auf der Liste förderfähiger Wärmeerzeuger steht und alle weiteren Anforderungen erfüllt, prüft dein Fachbetrieb vor dem Antrag. Bei Antrag bis 31.01.2027 gibt es bis zu 12.880 € Zuschuss, mit Einkommensbonus bis zu 22.400 €.

Welche Wärmepumpe ist die beste am Markt?

Die beste Bewertung am Markt hat derzeit die Viessmann Vitocal 250-A mit der Note gut (2,0) im Test der Stiftung Warentest (test 10/2025), gefolgt von der Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus mit gut (2,2). Eine pauschal beste Wärmepumpe gibt es trotzdem nicht: Entscheidend sind Heizlast, nötige Vorlauftemperatur und Aufstellort. Ein Gerät mit Bestnote nützt wenig, wenn es für dein Haus zu groß ausgelegt ist.

Hat die Stiftung Warentest auch Erdwärmepumpen getestet?

Nein, im Test 10/2025 wurden nur Luft-Wasser-Wärmepumpen geprüft. Für Erdwärmepumpen gibt es deshalb nur Herstellerangaben und Feldmessungen: Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten sie in Bestandsgebäuden im Schnitt eine Jahresarbeitszahl von 4,3. Achte bei Erdwärme besonders auf das Kältemittel, weil einige Geräte noch mit R410A arbeiten.

Welcher Wärmepumpen-Hersteller ist der beste?

Einen Test, der Hersteller als Ganzes bewertet, gibt es nicht, geprüft werden immer einzelne Geräte. Im bislang letzten Test der Stiftung Warentest (test 10/2025) schnitt die Viessmann Vitocal 250-A mit gut (2,0) am besten ab, gefolgt von der Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus mit gut (2,2). Für dein Haus zählt aber weniger die Marke als die Auslegung: Dieselbe Wärmepumpe erreicht je nach Heizlast, Vorlauftemperatur und Einstellung eine Jahresarbeitszahl von 2,6 oder 4,9, das zeigt die Feldstudie des Fraunhofer ISE an 77 Anlagen im Bestand. Ein Fachbetrieb, der die Heizlast raumweise rechnet, bringt mehr als der bekannteste Herstellername.

Andreas Mali

Gründer & Redaktion WärmepumpenGenie

Andreas Mali ist Gründer von WärmepumpenGenie und recherchiert Förderprogramme, Heizkosten und Technikdaten fortlaufend aus Primärquellen (KfW, BAFA, Verbraucherzentralen, Fraunhofer ISE). Mehr über uns und unsere Methodik

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