Geprüft am 02. Oktober 2026
13 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 2026-10-02
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet 2026 komplett installiert im Schnitt rund 36.400 €, die Spanne aus 160 geprüften Angeboten reicht von 21.099 bis 54.168 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Juli 2026). Nach 46 % KfW-Förderung bleiben im Schnitt 23.520 € Eigenanteil, mit Einkommensbonus nur 14.000 bis 16.800 €. Gegenüber einer ohnehin fälligen neuen Gasheizung für rund 16.000 € zahlst du damit 7.520 € mehr, und diesen Aufpreis holst du beim Austausch einer alten Gasheizung in 5 bis 7 Jahren und beim Öltausch in 2 bis 3 Jahren über niedrigere Heizkosten zurück.
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick, gerechnet für unser Beispielhaus mit 140 m² Wohnfläche, Baujahr 1970 bis 1990, teilweise gedämmt und 18.480 kWh Wärmebedarf im Jahr:
| Kostenpunkt | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
|---|---|
| Anschaffung inklusive Einbau | 36.400 € im Schnitt (Spanne 21.099–54.168 €) |
| KfW-Zuschuss bei 46 % | 12.880 € |
| Eigenanteil nach Förderung | 23.520 € (mit Einkommensbonus 14.000–16.800 €) |
| Stromkosten pro Jahr (25 ct/kWh) | rund 1.359 € |
| Wartung pro Jahr | 100–400 € |
Was die Wärmepumpe in deinem Haus kostet und spart, zeigt dir unser Wärmepumpen-Rechner mit wenigen Angaben. Die Zahlen in diesem Ratgeber entsprechen genau seinem Standardbeispiel.
Am günstigsten ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 21.099 bis 54.168 € (im Schnitt rund 36.400 €), Erdwärme kostet mit Bohrung 38.500 bis 56.000 € und eine Grundwasser-Wärmepumpe 36.500 bis 44.500 €. Den Unterschied machen vor allem die Kosten für Erdsonde, Kollektor oder Brunnen. Einen ausführlichen Vergleich der beiden häufigsten Typen findest du im Ratgeber Luft-Wasser oder Sole-Wasser.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der Standard: 2025 nutzten rund 95 % der verkauften Wärmepumpen die Außenluft als Wärmequelle (BWP). Sie braucht keine Erdarbeiten und ist in wenigen Tagen montiert. Moderne Geräte wie die Vitocal 250-A erreichen laut Hersteller einen COP von bis zu 5,5 (A7/W35) und liefern bis zu 70 °C Vorlauftemperatur bei Außentemperaturen bis −10 °C, was gerade im Altbau hilft. Im Alltag zählt die Jahresarbeitszahl: In der Feldstudie des Fraunhofer ISE mit 77 Anlagen in Bestandsgebäuden erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Schnitt 3,4. Aus 1 kWh Strom werden also rund 3,4 kWh Wärme.
Erdwärme-Wärmepumpen arbeiten effizienter, weil das Erdreich auch im Winter gleichmäßig temperiert ist: Im Feld erreichen sie eine Jahresarbeitszahl von im Schnitt 4,3 (Fraunhofer ISE). Im Beispielhaus spart das gegenüber Luft-Wasser rund 280 € Strom im Jahr. Die rund 20.000 € Mehrkosten holst du über den Strom allein also kaum herein. Erdwärme lohnt sich vor allem, wenn du im Sommer passiv kühlen möchtest, wenig Platz für ein Außengerät hast oder sehr viel Wärme brauchst. Gefördert wird sie mit denselben Sätzen wie die Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Grundwasser hat das ganze Jahr über eine gleichmäßige Temperatur, deshalb arbeitet dieser Typ sehr effizient. Du brauchst aber eine wasserrechtliche Erlaubnis, und nicht überall eignet sich das Grundwasser in Menge und Qualität.
Angebote vergleichen lohnt sich: Die Preise liegen weit auseinander
Die Verbraucherzentrale fand bei 160 Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen Preise von 21.099 € bis 54.168 €. Wer mehrere Angebote vergleicht, zahlt nicht drauf. Unser Partner vermittelt dir kostenlos Angebote geprüfter Fachbetriebe aus deiner Region.
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Neben dem Gerät bezahlst du vor allem Montage und Lohn (im Mittel 6.650 €), die Elektroinstallation (2.687 €), die Warmwasserbereitung (2.106 €), das Fundament (1.399 €), den Pufferspeicher (1.237 €) und den hydraulischen Abgleich (1.071 €). Das sind die Mediane aus der Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, im Einzelfall schwanken die Posten stark.
| Posten | Median | Spanne in den Angeboten |
|---|---|---|
| Montage und Lohn | 6.650 € | 2.975–13.836 € |
| Umbau Zählerschrank (falls nötig) | 2.966 € | 350–7.765 € |
| Elektroinstallation | 2.687 € | 347–7.648 € |
| Warmwasserbereitung | 2.106 € | 524–5.516 € |
| Fundament | 1.399 € | 298–3.570 € |
| Pufferspeicher | 1.237 € | 451–10.938 € |
| Hydraulischer Abgleich | 1.071 € | 120–5.300 € |
Dazu kommen je nach Haus die Demontage der alten Heizung (bei Öl samt Tank), neue Leitungen und gegebenenfalls größere Heizkörper. Diese Umfeldmaßnahmen sind förderfähig und zählen zu den förderfähigen Kosten von bis zu 28.000 €.
Wichtig: Für die KfW-Förderung (Programm 458) sind eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und der hydraulische Abgleich nach Verfahren B Pflicht, den Abgleich bestätigt der Fachbetrieb auf dem VdZ-Formular. Gesetzlich vorgeschrieben ist er nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (§ 60c GModG) nur in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen.
Spartipp: Achte darauf, dass der Zählerschrank im Angebot steht. Nur 31 % der geprüften Angebote enthielten den Umbau ausdrücklich, in 73 von 160 Angeboten fehlte er. Muss er nachträglich beauftragt werden, kostet das im Mittel knapp 3.000 €. Wie du ein Angebot Posten für Posten prüfst, zeigt unsere Checkliste zum Wärmepumpen-Angebot.
Im Beispielhaus mit 18.480 kWh Wärmebedarf verbraucht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 5.435 kWh Strom und kostet mit Wärmepumpentarif (25 ct/kWh) rund 1.359 € im Jahr, dazu kommen 100 bis 400 € Wartung. Eine alte Gasheizung kostet im selben Haus rund 2.707 € Gas im Jahr, eine alte Ölheizung rund 3.987 € Heizöl.
| Heizung im Beispielhaus (18.480 kWh Wärme) | Energiekosten pro Jahr | Unterschied zur Luft-Wasser-Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl 3,4, 25 ct/kWh) | 1.359 € | Vergleichsbasis |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl 4,3, 25 ct/kWh) | 1.074 € | rund 280 € günstiger |
| Alte Gasheizung (12,45 ct/kWh, Nutzungsgrad 0,85) | 2.707 € | 1.348 € teurer |
| Alte Ölheizung (172,6 ct/l, Nutzungsgrad 0,80) | 3.987 € | 2.628 € teurer |
| Nachtspeicherheizung (Nachtstrom 20 ct/kWh) | 3.696 € | 2.337 € teurer |
Preisbasis: Gas 12,45 ct/kWh (BDEW-Monatswert August 2026), Heizöl 172,6 ct pro Liter (TECSON, 02.10.2026), Wärmepumpentarif 25 ct/kWh als Rechenwert (Verivox-Durchschnitt der Heizperiode 2025/26: 25,67 ct).
Dass die Wärmepumpe im Betrieb vorn liegt, bestätigt auch der Heizspiegel 2026 vom 22.09.2026: Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² erwartet er 2026 rund 1.300 € Heizkosten mit Wärmepumpe, 1.930 € mit Gas und 2.745 € mit Heizöl. Heizöl kostete am 02.10.2026 laut TECSON 83 % mehr als ein Jahr zuvor. Nach der Prognose von co2online steigen die Kosten für Wärmepumpen auch langfristig deutlich langsamer und bleiben voraussichtlich dauerhaft am niedrigsten.
Mit einem günstigen Tarif sinken die Stromkosten weiter: Die günstigsten Wärmepumpentarife für Neukunden lagen im Juli 2026 bei rund 20,7 ct/kWh (Verivox), im Beispielhaus wären das rund 1.125 € im Jahr. Steuerbare Wärmepumpen bekommen nach § 14a EnWG außerdem eine Netzentgeltreduzierung, pauschal 110 bis 190 € im Jahr (Modul 1).
Wärmepumpen sind wartungsarm, weil Brenner, Abgasweg und Schornstein fehlen. Frag die Wartungskosten schon beim Angebot ab: Nur 22 von 160 geprüften Angeboten nannten sie.
Die KfW übernimmt über das Programm 458 30 bis 70 % der förderfähigen Kosten, mit dem 40-%-Einkommensbonus sogar 80 %, bei höchstens 28.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit. Das sind 12.880 € (46 %), 19.600 € (70 %) oder maximal 22.400 € Zuschuss (80 %). Einen Überblick über Bundes- und Landesprogramme findest du auf unserer Förderseite.
| Förderfall | Fördersatz | Zuschuss | Eigenanteil bei 36.400 € |
|---|---|---|---|
| Nur Grundförderung, etwa als Vermieter | 30 % | 8.400 € | 28.000 € |
| Austausch einer alten Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizung | 46 % | 12.880 € | 23.520 € |
| plus 10 % Einkommensbonus | 56 % | 15.680 € | 20.720 € |
| plus 30 % Einkommensbonus | 70 % (Deckel) | 19.600 € | 16.800 € |
| plus 40 % Einkommensbonus | 80 % (Deckel) | 22.400 € | 14.000 € |
Ob du den Einkommensbonus bekommst und welches Einkommen zählt, erklärt der Ratgeber Einkommensbonus für die Wärmepumpe. Wie der Antrag abläuft, steht in der Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Förderung.
Förderfrist 31.01.2027: Geht dein Antrag ab dem 1. Februar 2027 bei der KfW ein, sinkt der Klimabonus auf 12 % und die förderfähigen Kosten sinken auf 27.250 €. Im Beispiel fällt der Zuschuss dann von 12.880 € auf 11.445 €, also 1.435 € weniger. Maßgeblich ist der Tag des Antragseingangs, nicht der Einbau. Zusätzlich soll im 1. Quartal 2027 die Grundförderung für Wärmepumpen auf 15 % sinken, nur Geräte mit Ursprung in der EU erhalten dann 15 Prozentpunkte Wertschöpfungsbonus dazu. Alle Stufen zeigt unser Degressions-Fahrplan.
Steht der Heizungstausch ohnehin an, zählt nur der Aufpreis gegenüber einer neuen Gasheizung: Nach 46 % Förderung sind das im Beispielhaus 7.520 €, die beim Austausch einer alten Gasheizung nach 5 bis 7 Jahren und beim Austausch einer Ölheizung nach 2 bis 3 Jahren wieder drin sind. Rechnest du die gesamte Investition gegen die Ersparnis, sind es 15 bis 21 Jahre bei Gas und 8 bis 11 Jahre bei Öl.
| Bisherige Heizung | Heizkosten bisher | Ersparnis pro Jahr | Aufpreis zur neuen Gasheizung zurück nach | Gesamtinvestition zurück nach |
|---|---|---|---|---|
| Gas (12,45 ct/kWh) | 2.707 € | 1.348 € | 5–7 Jahren | 15–21 Jahren |
| Öl (172,6 ct/l) | 3.987 € | 2.628 € | 2–3 Jahren | 8–11 Jahren |
| Öl, unsanierter Altbau vor 1970 (27.300 kWh) | 5.890 € | 3.883 € | rund 2 Jahren | 5–7 Jahren |
| Nachtspeicher (Nachtstrom 20 ct/kWh) | 3.696 € | 2.337 € | kein Gasvergleich | 9–12 Jahren |
| Fernwärme (17,3 ct/kWh, ohne Klimabonus) | 3.296 € | 1.937 € | kein Gasvergleich | 13–17 Jahren |
Annahmen: Beispielhaus wie oben, Wärmepumpe 36.400 €, Förderung 46 % (bei Fernwärme 30 %), neue Gasheizung im Schnitt 16.000 € inklusive Entsorgung der Altanlage (Verbraucherzentrale-Energieberatung, Preise 06/2026), Energiepreise konstant. Mit Einkommensbonus geht es noch schneller: Bei 30 % Bonus beträgt der Aufpreis gegenüber der neuen Gasheizung nur noch rund 800 €, bei 40 % ist die Wärmepumpe mit 14.000 € Eigenanteil sogar günstiger als die Gasheizung für 16.000 €.
Die Rechnung ist eher vorsichtig. Wer heute eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, muss ab 2029 nach der Bio-Treppe steigende Anteile Biomethan oder Bioöl einsetzen (10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035, 60 % ab 2040), und ab 2028 bestimmt der europäische Emissionshandel ETS2 den CO2-Preis für Heizöl und Gas. Beides verteuert fossiles Heizen und verkürzt die Zeit, bis sich die Wärmepumpe bezahlt macht. Den Vollkostenvergleich über 15 Jahre findest du im Ratgeber Gasheizung oder Wärmepumpe.
Nein, die Preise sind stabil: Die Verbraucherzentrale-Energieberatung meldete im September 2026 für Luft-Wasser-Wärmepumpen einen unveränderten Durchschnittspreis von rund 36.000 €, über 21 Heiztechniken stiegen die Preise 2026 nur um 2,7 %. Warten bringt also keinen Preisvorteil, kostet aber ab Februar 2027 Förderung.
Weil für die Förderung der Antrag zählt und nicht der Einbau, kannst du dir die heutigen Sätze sichern, auch wenn dein Fachbetrieb erst im Frühjahr Zeit hat.
Die größten Hebel sind der Angebotsvergleich, die volle Förderung und ein günstiger Stromtarif. Angebote für vergleichbare Anlagen weichen laut Verbraucherzentrale um bis zu 250 % voneinander ab, und wer bis 31.01.2027 beantragt, sichert sich den Klimabonus von 16 %.
Die Wärmepumpe gehört in die Wohngebäudeversicherung, denn die Außeneinheit ist Diebstahl- und Unwetterrisiken ausgesetzt. Melde die neue Anlage deiner Wohngebäudeversicherung ↗. Bei vielen Tarifen ist sie beitragsfrei mitversichert, bei älteren Policen braucht es eine kurze Vertragsanpassung. Prüfe dabei gleich den Elementarschutz (Starkregen, Überschwemmung).
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Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett installiert 21.099 bis 54.168 €, im Schnitt rund 36.400 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, 160 Angebote). Erdwärme liegt mit Bohrung bei 38.500 bis 56.000 €. Nach KfW-Förderung bleiben beim Durchschnittspreis 23.520 € Eigenanteil (46 %), mit Einkommensbonus 14.000 bis 16.800 €.
Im Beispielhaus mit 140 m² und 18.480 kWh Wärmebedarf braucht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe rund 5.435 kWh Strom im Jahr. Mit Wärmepumpentarif zu 25 ct/kWh sind das rund 1.359 € im Jahr oder etwa 113 € im Monat. Mit einem der günstigsten Tarife (rund 20,7 ct/kWh) sinkt der Betrag auf etwa 94 € im Monat.
In der Anschaffung ja, nach Förderung aber nur noch moderat: Eine neue Gasheizung kostet im Schnitt 16.000 €, die Wärmepumpe nach 46 % Förderung 23.520 €. Den Aufpreis von 7.520 € spart sie beim Austausch einer alten Gasheizung in 5 bis 7 Jahren wieder ein, beim Öltausch in 2 bis 3 Jahren. Mit 40 % Einkommensbonus ist die Wärmepumpe mit 14.000 € Eigenanteil sogar günstiger.
Ja, wenn die alte Heizung ohnehin ersetzt werden muss, es dauert aber länger: Ohne Zuschuss liegt der Aufpreis gegenüber einer neuen Gasheizung bei rund 20.400 €, den die Wärmepumpe beim Gastausch nach etwa 15 Jahren und beim Öltausch nach knapp 8 Jahren einspielt (konstante Preise). Die Grundförderung von 30 % steht aber allen Eigentümern offen, deren Wärmepumpe die technischen Anforderungen erfüllt, nach dem Start des Wertschöpfungsbonus im 1. Quartal 2027 gilt das für Geräte mit EU-Ursprung, sonst sind es 15 %.
co2online nennt 100 bis 400 € im Jahr, in der Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kostete eine Wartung 196 bis 452 €, im Mittel 356 €. Schornsteinfeger und Abgasmessung entfallen. Frag die Wartungskosten schon beim Angebot ab, denn nur 22 von 160 Angeboten nannten sie.
Eine komplette Wärmepumpenanlage umfasst Gerät, Hydraulik, Pufferspeicher, Montage, Inbetriebnahme und den hydraulischen Abgleich. Luft-Wasser kostet damit 21.099 bis 54.168 €, im Schnitt rund 36.400 € (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, 160 geprüfte Angebote, Juli 2026). Erdwärme liegt mit Bohrung bei 38.500 bis 56.000 €. Nach KfW-Förderung bleiben beim Durchschnittspreis rund 23.520 € Eigenanteil, mit Einkommensbonus 14.000 bis 16.800 €.
Ja, zusätzlich zum Zuschuss bietet die KfW den Ergänzungskredit 358/359 mit bis zu 120.000 € je Wohneinheit. Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 90.000 € bekommen im Kredit 358 einen verbilligten Zins, laut KfW ab 1,48 % Sollzins bei 10 Jahren Laufzeit (Stand 29.09.2026). Den Kredit beantragst du über deine Bank innerhalb von zwölf Monaten nach der Zuschusszusage.
Eine verbindliche Preisliste gibt es nicht, weil der Preis von Heizlast, Gerätegröße, Hydraulik und Aufstellort abhängt. Die beste Orientierung liefert die Auswertung von 160 geprüften Angeboten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Juli 2026): Luft-Wasser-Wärmepumpen kosteten komplett 21.099 bis 54.168 €, im Schnitt 36.397 € und im Median 34.898 €, je Kilowatt Leistung im Schnitt 4.283 €. Erdwärme liegt mit Bohrung bei 38.500 bis 56.000 €. Mit diesen Werten prüfst du jedes Angebot. Eine Listenpreisliste der Hersteller hilft dagegen wenig, weil Montage und Zubehör den größeren Teil ausmachen.
Rund 260 € pro Quadratmeter, gerechnet mit dem Durchschnittspreis von 36.400 € für unser Beispielhaus mit 140 m². Über die ganze Preisspanne sind es 151 bis 387 € pro Quadratmeter. Der Wert taugt aber nur als grobe Hausnummer, denn den Preis bestimmt die Heizlast und nicht die Fläche: Ein teilsaniertes Haus von 1985 mit 140 m² braucht rund 9 kW, ein unsaniertes von 1960 mit derselben Fläche mehr als das Doppelte. Rechne deshalb lieber mit dem Preis je Kilowatt, im Schnitt 4.283 €.
Andreas Mali
Gründer & Redaktion WärmepumpenGenie
Andreas Mali ist Gründer von WärmepumpenGenie und recherchiert Förderprogramme, Heizkosten und Technikdaten fortlaufend aus Primärquellen (KfW, BAFA, Verbraucherzentralen, Fraunhofer ISE). Mehr über uns und unsere Methodik
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